ROSA UND BLAU

I N S T A L L A T I O N : V I D E O | O B J E K T + S O U N D

Oktober 2020-jetzt
 

Kurzfilm
Nichts zwischen Rosa und Blau

Objekt + Sound (work in progress)
1. Entwurf (Barbie)
 


HINTERGRUND

 

Rosa und Blau - Die Sinnbilder für die Aufteilung in Jungen und Mädchen. Eine Unterscheidung, die uns als Gesellschaft und uns als 
Menschen - noch immer, trotz aller Bemühungen - in (nur) zwei Gruppen teilt.
Was sagt diese Farbwahl aus über uns als Gesellschaft und über die Geschlechterrollen, die wir bereits im Kindesalter annehmen? 
Und wie werden diese starren Rollenbilder noch immer weitergetragen?
Während meiner Arbeit als Schulassistenz an einer (Grund-)Schule in Neukölln erfahre ich wöchentlich eben diese Rollenbilder, eben 
diese Einteilungen und Diskriminierungen, beruhend auf starren Gegebenheiten einer Gesellschaft, ihrer Politik und ihres Systems.
Wir begreifen uns, indem wir uns vom jeweils anderen abgrenzen, absetzen, entgegensetzen. 
Dies geschieht in allen Lebenssituationen, die wir durchleben. Gegensätze werden uns bereits im frühen Kindesalter erklärt und 
gezeigt, sie begleiten uns bei jeder Entscheidung und manifestieren sich in unserem Blick auf die Welt. 
Wir lernen, dass Gegensätze und Unterscheidungen wichtiger sind als Gemeinsamkeiten. 
Was tut dies mit uns als Mensch und als Wesen im sozialen Konstrukt?

 


 

NICHTS ZWISCHEN ROSA UND BLAU

 

Kurzfilm

8:30 Min
Stadtsteinach, Oktober 2020 - Januar 2021
Konzept/Idee: Janna Heiß
Sound: Janna Heiß

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HINTERGRUND

​Eine Familie lebt für einige Jahre in einer Wohnung. 
Sie hat drei Kinder, zwei davon werden als Jungen aufwachsen, eines davon als Mädchen.
Nach ihrem schnellen Auszug bleibt die Wohnung leer zurück. Nur die Wände erzählen von dem, was sich im Innern der Wohnung abspielte. 
Unübersehbar und treffend bleibt das Kinderzimmer - ein klarer Schnitt teilt dieses in zwei Teile:
Die eine Wand rosa, die andere blau.
Rosa für das Mädchen, Blau für den Jungen.


Die Arbeit „Nichts zwischen Rosa und Blau“ befasst sich mit eben diesem Konstrukt und stellt es infrage - was passiert, 
wenn die Puppe zum Auto mutiert und das Barbiepferd zur Pistole? Was passiert, wenn Spielzeugbesitzer*innen nicht 
eindeutig einer Gruppierung zugeordnet werden können oder zugeordnet werden möchten? 
Was passiert, wenn Grenzen übertreten werden oder nicht existieren?
Ein Ausbruch gleicht der Abwendung von der gesellschaftlichen Ordnung - ein Ausbruch scheint unmöglich.

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„Die Alterität ist eine grundlegende Kategorie des menschlichen Denkens.
Keine Gemeinschaft definiert sich jemals als die Eine, ohne sich sofort die Andere entgegenzusetzen.“


„... wenn man wie Hegel im Bewusstsein selbst eine grundlegende Feindseligkeit gegenüber jedem anderen Bewusstsein entdeckt.
Das Subjekt setzt sich nur, indem es sich entgegen-setzt.“


Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht
 

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R O S A   U N D   B L A U


Screenshots und Recherche für die Installation
(work in progress)

 


Recherche von Kinderserien und Spielzeug, Besuch von Spielwarengeschäften.
Einbezug in die Arbeit:
Ausstellen eigener („kritischer“) Spielsachen als Objekte auf Sockeln, Audioaufnahmen von Stimmen aus Kinderserien, die zusammen
mit ausgestellten Spielsachen (Puppen/Autos/etc.) abgespielt werden und damit Objekt, Sprache und Wort neu zusammensetzen,
welche oftmals ebenfalls für die Zuordnung von Geschlecht und Rolle (und Emanzipation) angesehen werden: „Je emanzipierter,
je selbstbewusster und erfolgreicher eine Frau ist, desto tiefer ist ihre Stimme.“ (von Deutschlandfunk Kultur)


Vergleich: „Von Piepsmäusen und kernigen Bässen“:
https://www.zeit.de/2020/21/stimmen-frequenzen-maenner-frauen-klischees-sprachforschung?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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